Verein

Münster-Bauverein e.V.

Der Münster-Bauverein wurde 1946, bald nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Nach zwei Bombenangriffen 1943 und 1944 waren alle Dächer, der Glockenstuhl, alle Gewölbe und der Chor eingestürzt, die Glocken im Brand zerschmolzen. Die Initiative zur Gründung des Vereins ging vor allem von den beiden Fabrikanten Dr. Curt Becker und Heinrich Overlack aus. Alle Kreise der Bevölkerung, ohne Ansehen der Konfession sollten für die große Aufgabe der Restaurierung des Münsters gewonnen werden; so war der Verein von Anfang an überkonfessionell. Im Beirat waren auch namhafte Vertreter der Stadt Rheydt, damals noch von Mönchengladbach getrennt.

Als Ziel des Vereins wurde festgelegt, „die Instandsetzung des Münsters und den Aufbau des Abteigebäudes zu fördern. Mit dem Münster soll auch der Münsterberg gestaltet werden, mit der Abtei auch der Brunnenhof“.

Nachdem bis 1950 der Bestand der Ruine gesichert worden war, wurde das Bauwerk bis 1957 restauriert. 1953 konnte das Gewölbe des Chores und des Langhauses wiederhergestellt werden. Ab Weihnachten dieses Jahres konnte die Kirche wieder für den Gottesdienst genutzt werden.

In den folgenden Jahren wurden Chorfenster, Obergadenfenster, diverse Figuren neu eingefügt, eine neue Riegerorgel wird in der Abtskapelle eingebaut. Zur Tausendjahrfeier 1974 werden weitere Ergänzungen der Ausstattung vorgenommen. Ein Jahr zuvor wird die Münsterkirche durch päpstliches Dekret zur „Basilica minor“ erhoben.

In den folgenden Jahren hat der Münster-Bauverein eine Vielzahl von Ergänzungsarbeiten in und an der Kirche finanziert bzw. unterstützt: die Restaurierung des Bibelfensters, das Portal der Südseite (Franz Gutmann), die Ergänzung der Renaissancefenster der Sakristei (Hans Lünenborg), die Fenster in der Krypta (Georg Meistermann), Ambo und Triumpfkreuz (Elmar Hillebrand), zuletzt eine Reihe  fünf hochwertige Vitrinen zur Ausstellung sakraler Exponate.

Als nächstes großes Projekt hat sich der Münster-Bauverein die Gestaltung des Brunnenhofes vorgenommen. Dabei wird es vor allem darum gehen, den Brunnenhof gartenarchitektonisch zu gestalten, so dass die Idee der alten Klosterarchitektur wieder erlebbar wird, und es wird insbesondere darum gehe, den neu gestalteten Brunnenhof der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.